Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel soll Unterhaltung sein — nichts anderes. Sobald es zur Belastung wird, ist der richtige Zeitpunkt für eine Pause, ein Limit oder professionelle Hilfe gekommen. Auf dieser Seite finden Sie konkrete Werkzeuge und Anlaufstellen für sicheres Spielen.
Grundregeln für sicheres Spielen
Studien zur Glücksspielsucht in Deutschland zeigen, dass rund 1,3 Prozent der Erwachsenen ein problematisches Spielverhalten entwickeln. Der Übergang vom Hobby zur Sucht verläuft schleichend, aber es gibt klare Regeln, die das Risiko drastisch reduzieren.
- Setzen Sie sich vor jeder Session ein festes Budget — und halten Sie sich strikt daran.
- Spielen Sie nie mit Geld, das für Miete, Lebensmittel oder Rechnungen bestimmt ist.
- Jagen Sie keine Verluste; wer aufhört, verliert nicht mehr.
- Legen Sie feste Zeitlimits fest und nutzen Sie den Session-Timer im Casino.
- Spielen Sie nie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
- Erzählen Sie einer Vertrauensperson offen von Ihrem Spielverhalten.
Wer diese Regeln einhält, bleibt in aller Regel im Bereich der Unterhaltung. Wer sie ignoriert, gerät schnell in eine Spirale, die sich aus eigener Kraft kaum durchbrechen lässt.
Werkzeuge im Casino
Martin Casino stellt eine Reihe von Selbstschutzwerkzeugen bereit, die in den Kontoeinstellungen aktiviert werden können. Wer diese Optionen kennt und nutzt, hat gute Chancen, sein Spielverhalten unter Kontrolle zu halten.
- Einzahlungslimit: tägliches, wöchentliches oder monatliches Maximum für Deposits.
- Verlustlimit: automatische Sperre bei Erreichen einer festgelegten Verlustgrenze.
- Session-Timer: Erinnerung nach einer festgelegten Spielzeit, mit Option zum sofortigen Logout.
- Auszeit („Cool-Off“): temporäre Kontosperre von 24 Stunden bis 6 Monaten.
- Selbstausschluss: dauerhafte Sperre ohne Möglichkeit zur Reaktivierung.
Alle Werkzeuge werden sofort aktiv, sobald sie eingestellt sind — es gibt keine „Cooling-Off“-Periode, in der die Sperre noch abgemildert oder umgangen werden könnte.
Warnzeichen erkennen
Problematisches Spielverhalten zeigt sich lange, bevor die Sucht klinisch diagnostiziert wird. Wer die folgenden Anzeichen bei sich oder einem Angehörigen bemerkt, sollte handeln — nicht abwarten.
- Häufigere Sessions als geplant und über das festgelegte Zeitlimit hinaus
- Verstecken der Spielaktivität vor Familie, Freunden oder Kollegen
- Aufnahme von Krediten oder Verkauf persönlicher Gegenstände zur Finanzierung
- Reizbarkeit und Unruhe, wenn nicht gespielt wird
- Lügen über die Höhe von Einsätzen und Verlusten
- Vernachlässigung von Arbeit, Studium oder familiären Pflichten
Hilfe und Anlaufstellen
In Deutschland gibt es mehrere kostenlose und anonyme Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige. Die Beratung ist vertraulich, unabhängig von der Krankenkasse und wird auf Wunsch anonym durchgeführt.
- BZgA-Beratungstelefon zur Glücksspielsucht: 0800 137 27 00 (kostenfrei, anonym, rund um die Uhr)
- Check dein Spiel (www.check-dein-spiel.de): Selbsttests und Online-Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- Anonyme Spieler: Selbsthilfegruppen in vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz
- Fachkliniken: stationäre und ambulante Behandlung über die Deutsche Rentenversicherung
- Sperrsystem OASIS: deutschlandweite länderübergreifende Sperrdatei; Anmeldung über oasis-sperre.de
Der wichtigste Schritt ist der erste — das Eingestehen des Problems. Alles Weitere lässt sich mit professioneller Hilfe strukturieren und Schritt für Schritt angehen. Zögern Sie nicht, den Hörer in die Hand zu nehmen.
Für Angehörige und Freunde
Wenn ein nahestehender Mensch problematisch spielt, ist die Belastung für das Umfeld oft genauso hoch wie für den Betroffenen selbst. Der wichtigste Rat: Vorwürfe und Kontrolle helfen selten weiter, ein klares Gespräch über die konkreten Folgen dagegen sehr wohl.
Anlaufstellen wie die BZgA bieten explizit auch Beratung für Angehörige an. Sie erhalten dort Werkzeuge, um Ihre eigenen Grenzen zu wahren und dem Betroffenen realistisch zu helfen, ohne selbst in die Rolle des Retters zu geraten. Diese Beratung ist ebenfalls kostenfrei und anonym.
